Da im Laufe der Zeit, die Entfernung zwischen den einzelnen Orten die der Mensch im Laufe eines Tages besuchen wollte oder mußte immer größer wurde, war die Personeneförderung von jeher ein großes Anliegen der Menschheit und wurde daher auch entsprechend schnell vorangetrieben und weiterentwickelt.
Bronzerad und Bronzenes Speichenrad
Die Vorgeschichte
Schon ca 2000 v Ch wurde in Mesopotamien das bronzene Rad mit Speichen erfunden. Die Vorläufer waren Räder in Scheibenform aus einem Teil gefertigt, an einer starren Achse montiert. Im 4ten Jahrhundert v. Ch. wurde dann der Radsatz bestehend aus Nabe, Speichen und Radkranz entwickelt der zentrisch an einer Achse angebracht wurde. Auf Grund dieser Entwicklung nahm das Gewicht der Karren (Wagen) ständig ab da die Räder ein geringeres Gewicht hatten und außerdem beweglicher wurden. Das führte in weiterer Folge dazu daß das Rad auch in der Kriegsführung bald eine zentrale Rolle einnahm. (Streitwagen)
Die ältesten Wagen wurden nach der Erfindung des Jochs von Ochsen gezogen. Im 9ten Jh wurde dann schließlich das Geschirr oder Harness erfunden womit es möglich war Zugtiere einzuspannen und somit auch Wagen mit schwereren Lasten zu ziehen. Das Kummetgeschirr führte mit der Weiterentwicklung der starren Achse zur drehbaren Achse im 13Jh dazu dass die Wagen noch wendiger wurden und schließlich im 15 Jh dann die Kutsche entstand. Am Anfang des 18ten Jh enstanden die ersten abgedeckten Gefährte die auf bestimmten Strecken in regelmäßigen Abständen Personen beförderten, die sogenannten Postkutschen. Eine weitere wesentliche Neuerung war die Federung der Achse so daß der Komfort für die Passagiere erheblich stieg. Am 8. März 1886 schließlich entstand aus diesen Vorläufern das erste Automobil das von Gottlieb Daimler angefertigt das den Grundstein für unser heutiges Transportwesen setzte.
Paralell zu unserem heutigen Taxi entwickelte sich die in Japan erfundene Jin-riki-sha ein Transportkarren auf zwei Rädern der von Menschen gezogen wurde. Rikschas findet man heute in den meisten süd.- und südostasiatischen Ländern. Eine Weiterentwicklung ist die Fahrradrikscha die in Asien Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte das Personentransportmittel Nummer 1 geworden ist da sie auch in überfüllten Strassen ein schnelleres Weiterkommen ermöglicht. Speziell in Indien hat auch eine weitere Form die Motorikscha die mit Zweitaktern oder Dieselmotoren betrieben wird Verbreitung gefunden.
Interessant ist dass ein Franzose namens Menard 1875 die Rikscha nach Europa brachte, ihm seine eigene Lizenz die er damals hatte, aber entzogen wurde. Gehalten hat sich die Fahrradrikscha lediglich in Berlin wo sie heute unter dem Namen Velotaxi bekannt ist sowie sie vereinzelt auch in einigen anderen europäischen Großstädten noch anzutreffen ist.
1668 wurde unter Kurfürst Friedrich Wilhelm in Berlin eine Verfügung in die Welt gesetzt die besagte dass man mehrere Portechaisen zum Transport bereitzustellen habe. Portechaisen (von Personen getragene Sänften) wurden im Laufe der Zeit durch weitere amtliche Verfügungen wie zum Beispiel in Leipzig ein institutionalisiertes Transportmittel. Aber erst durch eine Besserung der Strassenverhältnisse zur Zeit Napoleons hielten Mietkutschen in Europa Einzug und wurden schließlich durch die Erfindung Daimlers durch Automobile ersetzt. Da die Beförderung von Personen ein einträgliches Geschäft war Entwickelte sich auch das Abrechnungswesen weiter und so erblickte 1892 der Taxameter das Licht der Welt. Im deutschen Sprachraum ist es vor allem Jacob Kienzle zu verdanken dass der Taxameter weiterentwickelte wurde und er sich so schnell verbreiten konnte. Vor dem ersten Weltkrieg gab es in London, Paris, Berlin und Wien bereits mehrere tausend Taxis. Der "Schwarze Freitag" und die Rationierung von ¨l und Benzin bedingt durch Kriege führten im europäischen Raum mehreremale zu Einbrächen im Taxigewerbe. Trotz alldem erreichte die Anzahl der Taxis 1930 bereits den beachtlichen Stand von ca 30.000.- Fahrzeugen was vor allem der Berliner Kraftdroschken Ag zu verdanken war die im deutschsprachigen Raum den Wettbewerb erheblich verstärkte.
Das Taxi so wie wir es heute kennen ist ein Individualverkehrsmittel das gegen Bezahlung Personen befördert. Der Name leitet sich vom französischen Wort "taximètre" ab einem Gebührenmesser der in der Droschke verwendet wurde und der schließlich Mitte des 20 Jh dem Gefährt selbst den Namen gab. Dieser Begriff ist in der heutigen Kurzform "Taxi" nahezu überall auf der Welt bekannt.
Anmerkung
Der Verkehr mit Taxen ist die Beförderung von Personen mit einem PKW, die eine Fahrt zu einem vom Fahrgast bestimmen Ziel durchführt. Ein Taxi muss einen Taxameter für die Entfernung, Wartezeit und Preisnachweis, eine Ordnungsnummer und ein Taxidachschild haben. Der Fahrpreis unterliegt den Tarifen, die die Behörden für das Gebiet, in dem das Taxi-Unternehmen zugelassen ist, festgelegt haben. Der Taxi-Unternehmer muss für sein Pflicht-Fahrgebiet immer den Taxameter laufen lassen.
Der Verkehr mit Mietwagen ist die Beförderung von Personen mit einem PKW, der zur Beförderung im Ganzen gemietet wird und mit denen der Unternehmer Fahrten durchführt, deren Ziel, Zweck und Ablauf der Mieter bestimmt. Der MietwagenUnternehmer hat kein Pflicht-Fahrgebiet und keine Betriebspflicht. Der Mietwagen besitzt einen Wegstreckenzähler, der keine Wartezeiten an Ampeln oder Bahnübergängen oder sonstigen Verkehrshinderungen zählt. Der MietwagenUnternehmer ist an keine örtliche Tarifpflicht gebunden. Er darf seine Preise mit den Kunden frei aushandeln.
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